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von göttern, welten und maschinen

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Der Spotlight Effekt

Der Spotlight Effekt (öffnet in neuem Tab) beschreibt ein Phänomen, bei dem Menschen die Aufmerksamkeit auf die eigene Person im positiven oder im negativen falsch einschätzen.

Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieser Effekt ganz schön zulangen kann.

Es war einmal

dass ich zu einem Vortrag eingeladen wurde, in einer fernen Stadt, weit, weit weg (Düsseldorf), um über eine neue Technologie zu berichten.

Zu diesem Zeitpunkt trug ich noch Anzüge und hatte ein kräftiges Übergewicht um die 100 Kilo.

Ich hatte mich gut informiert, eine gute Präsentation vorbereitet und legte vor den Gästen los. Etwa auf der Hälfte der Präsentation wurde ich nervös und bekam ein Schweißausbruch; durch diesen Schweißausbruch wurde ich nervöser und bekam einen weiteren Schweißausbruch. Man ahnt, wo die Reise hinging.

Wenn es regnet, regnet es

Der Ausrichter der Veranstaltung (nennen wir ihn Stefan, ein wirklich netter Mensch!) bemerkte das, verschwand zum Buffet und kam mit zwei Dutzend Servietten zurück, die er mir ans Rednerpult legte. Jetzt war quasi dokumentiert, dass jeder im Saal meinen Zustand mitbekommen hat.

Ich riss mich zusammen, arbeitete mich durch meinen Vortrag, schloss ihn schließlich ab, bekam Applaus, verließ das Rednerpult, verabschiedete mich und fuhr nach Hause, mit dem festen Willen dieses ganze Ereignis möglichst schnell zu vergessen.

Der Veranstalter war so begeistert von meinem Vortrag, dass er mir die Video-Aufnahme des Vortrags im Nachgang zuschickte. Vielen Dank dafür.

Ein spätes Wiedersehen

Gute 15 Jahre später traf ich Stefan bei einem Event wieder. Wir erkannten uns, begrüßten uns, scherzten über die guten alten Zeiten. Plötzlich sah er jemanden, fasste mich am Arm und zog mich zu seinem Bekannten hinüber mit den Worten:

“Das ist der Dirk! der hat damals den ersten Vortrag zum Thema [HYPETECH HERE] bei uns gehalten und der war ganz hervorragend!”

Mir wurde zu dem Zeitpunkt bewusst, dass der aus meiner Sicht peinlichste Vortrag, den ich jemals gehalten hab, genau nur für eine Person peinlich war: für mich und für niemand anderen.