Warum Hugo und kein Baukasten
Marlene hat gefragt, warum wir das nicht einfach bei einem der üblichen Anbieter anlegen. Faire Frage — das wäre an einem Nachmittag erledigt gewesen.
Meine Antwort besteht aus drei Punkten.
Die Beiträge sind Textdateien
Was wir schreiben, liegt als Markdown auf der Platte. Kein Export nötig, kein Datenbank-Dump, kein Account, der abläuft. Wenn dieses Projekt in fünf Jahren einschläft und wir es 2033 wieder ausgraben, sind die Texte immer noch Texte.
Dieser Beitrag beginnt zum Beispiel so:
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title = 'Warum Hugo und kein Baukasten'
date = 2026-07-22T18:30:00+02:00
authors = ['Dirk']
tags = ['Meta', 'Werkzeug']
draft = true
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Mehr Struktur braucht es nicht.
Die Seite ist statisch
Am Ende steht ein Ordner mit HTML-Dateien. Den kann man auf so ziemlich alles kopieren, was HTTP spricht. Nichts läuft im Hintergrund, nichts muss gepatcht werden, nichts kann gehackt werden. Der Build dauert ein paar Millisekunden:
hugo server -D # lokal, mit Entwürfen
hugo # baut nach ./public/
Das Aussehen gehört uns
Das Theme hier sind ein paar Templates und eine CSS-Datei — zusammen keine 600 Zeilen. Kein fremdes Framework, kein Update, das uns das Layout zerlegt. Wenn dir die Farbe nicht gefällt, ändern wir eine Zeile.
Der Preis dafür: es gibt keinen Editor im Browser. Schreiben heißt Datei anlegen. Für uns beide ist das kein Verlust — für andere wäre es einer, und das ist völlig in Ordnung.