<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Dirk · folgend.es</title><link>https://folgend.es/authors/dirk/</link><description>Der Blog von Marlene und Dirk.</description><generator>Hugo</generator><language>de-DE</language><atom:link href="https://folgend.es/authors/dirk/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><lastBuildDate>Wed, 22 Jul 2026 18:30:00 +0200</lastBuildDate><item><title>Der Spotlight Effekt</title><link>https://folgend.es/2026/07/spotlight-1/</link><pubDate>Wed, 22 Jul 2026 18:30:00 +0200</pubDate><author>Dirk</author><category>Psycho</category><guid>https://folgend.es/2026/07/spotlight-1/</guid><description>&lt;p&gt;Der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spotlight-Effekt" target="_blank" rel="noopener"&gt;Spotlight Effekt&lt;span class="ext" aria-hidden="true"&gt;↗&lt;/span&gt;&lt;span class="visually-hidden"&gt; (öffnet in neuem Tab)&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;
 beschreibt ein Phänomen, bei dem Menschen die Aufmerksamkeit auf die eigene Person im positiven oder im negativen falsch einschätzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieser Effekt ganz schön zulangen kann.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="es-war-einmal"&gt;Es war einmal&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;dass ich zu einem Vortrag eingeladen wurde, in einer fernen Stadt, weit, weit weg (Düsseldorf), um über eine neue Technologie zu berichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu diesem Zeitpunkt trug ich noch Anzüge und hatte ein kräftiges Übergewicht um die 100 Kilo.&lt;/p&gt;
&lt;!-- Und einen noch nicht diagnostizierten Bluthochdruck. --&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte mich gut informiert, eine gute Präsentation vorbereitet und legte vor den Gästen los. Etwa auf der Hälfte der Präsentation wurde ich nervös und bekam ein Schweißausbruch; durch diesen Schweißausbruch wurde ich nervöser und bekam einen weiteren Schweißausbruch. Man ahnt, wo die Reise hinging.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="wenn-es-regnet-regnet-es"&gt;Wenn es regnet, regnet es&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Ausrichter der Veranstaltung (nennen wir ihn Stefan, ein wirklich netter Mensch!) bemerkte das, verschwand zum Buffet und kam mit zwei Dutzend Servietten zurück, die er mir ans Rednerpult legte. Jetzt war quasi dokumentiert, dass jeder im Saal meinen Zustand mitbekommen hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich riss mich zusammen, arbeitete mich durch meinen Vortrag, schloss ihn schließlich ab, bekam Applaus, verließ das Rednerpult, verabschiedete mich und fuhr nach Hause, mit dem festen Willen dieses ganze Ereignis möglichst schnell zu vergessen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Veranstalter war so begeistert von meinem Vortrag, dass er mir die Video-Aufnahme des Vortrags im Nachgang zuschickte. Vielen Dank dafür.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="ein-spätes-wiedersehen"&gt;Ein spätes Wiedersehen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Gute 15 Jahre später traf ich Stefan bei einem Event wieder. Wir erkannten uns, begrüßten uns, scherzten über die guten alten Zeiten.
Plötzlich sah er jemanden, fasste mich am Arm und zog mich zu seinem Bekannten hinüber mit den Worten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Das ist der Dirk! der hat damals den ersten Vortrag zum Thema [HYPETECH HERE] bei uns gehalten und der war ganz hervorragend!&amp;rdquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir wurde zu dem Zeitpunkt bewusst, dass der aus meiner Sicht peinlichste Vortrag, den ich jemals gehalten hab, genau nur für eine Person peinlich war: für mich und für niemand anderen.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Warum Hugo und kein Baukasten</title><link>https://folgend.es/2026/07/warum-hugo/</link><pubDate>Wed, 22 Jul 2026 18:30:00 +0200</pubDate><author>Dirk</author><category>Meta</category><category>Werkzeug</category><guid>https://folgend.es/2026/07/warum-hugo/</guid><description>&lt;p&gt;Marlene hat gefragt, warum wir das nicht einfach bei einem der üblichen
Anbieter anlegen. Faire Frage — das wäre an einem Nachmittag erledigt gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Antwort besteht aus drei Punkten.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="die-beiträge-sind-textdateien"&gt;Die Beiträge sind Textdateien&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was wir schreiben, liegt als Markdown auf der Platte. Kein Export nötig, kein
Datenbank-Dump, kein Account, der abläuft. Wenn dieses Projekt in fünf Jahren
einschläft und wir es 2033 wieder ausgraben, sind die Texte immer noch Texte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Beitrag beginnt zum Beispiel so:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" class="chroma"&gt;&lt;code class="language-toml" data-lang="toml"&gt;&lt;span class="line"&gt;&lt;span class="cl"&gt;&lt;span class="err"&gt;+++&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="line"&gt;&lt;span class="cl"&gt;&lt;span class="nx"&gt;title&lt;/span&gt; &lt;span class="p"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span class="s1"&gt;&amp;#39;Warum Hugo und kein Baukasten&amp;#39;&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="line"&gt;&lt;span class="cl"&gt;&lt;span class="nx"&gt;date&lt;/span&gt; &lt;span class="p"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span class="ld"&gt;2026-07-22T18:30:00+02:00&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="line"&gt;&lt;span class="cl"&gt;&lt;span class="nx"&gt;authors&lt;/span&gt; &lt;span class="p"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span class="p"&gt;[&lt;/span&gt;&lt;span class="s1"&gt;&amp;#39;Dirk&amp;#39;&lt;/span&gt;&lt;span class="p"&gt;]&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="line"&gt;&lt;span class="cl"&gt;&lt;span class="nx"&gt;tags&lt;/span&gt; &lt;span class="p"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span class="p"&gt;[&lt;/span&gt;&lt;span class="s1"&gt;&amp;#39;Meta&amp;#39;&lt;/span&gt;&lt;span class="p"&gt;,&lt;/span&gt; &lt;span class="s1"&gt;&amp;#39;Werkzeug&amp;#39;&lt;/span&gt;&lt;span class="p"&gt;]&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="line"&gt;&lt;span class="cl"&gt;&lt;span class="nx"&gt;draft&lt;/span&gt; &lt;span class="p"&gt;=&lt;/span&gt; &lt;span class="kc"&gt;true&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="line"&gt;&lt;span class="cl"&gt;&lt;span class="err"&gt;+++&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Mehr Struktur braucht es nicht.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="die-seite-ist-statisch"&gt;Die Seite ist statisch&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Ende steht ein Ordner mit HTML-Dateien. Den kann man auf so ziemlich alles
kopieren, was HTTP spricht. Nichts läuft im Hintergrund, nichts muss gepatcht
werden, nichts kann gehackt werden. Der Build dauert ein paar Millisekunden:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre tabindex="0" class="chroma"&gt;&lt;code class="language-bash" data-lang="bash"&gt;&lt;span class="line"&gt;&lt;span class="cl"&gt;hugo server -D &lt;span class="c1"&gt;# lokal, mit Entwürfen&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="line"&gt;&lt;span class="cl"&gt;hugo &lt;span class="c1"&gt;# baut nach ./public/&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;h2 id="das-aussehen-gehört-uns"&gt;Das Aussehen gehört uns&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Theme hier sind ein paar Templates und eine CSS-Datei — zusammen keine
600 Zeilen. Kein fremdes Framework, kein Update, das uns das Layout zerlegt.
Wenn dir die Farbe nicht gefällt, ändern wir eine Zeile.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Preis dafür: es gibt keinen Editor im Browser. Schreiben heißt Datei
anlegen. Für uns beide ist das kein Verlust — für andere wäre es einer, und
das ist völlig in Ordnung.&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>